Alfred Haberpointner

7 Fragen an einen bedachten Bildhauer aus Österreich

Welche Tiefe die manuell erarbeitete Oberflächenstruktur einer Fläche verleihen kann, das wird beim genauen Betrachten von Alfred Haberpointners gewaltigen Holzarbeiten deutlich. Seit vielen Jahren arbeitet der etablierte Bildhauer in Österreich an seinen eindrucksvollen Installationen, Objekten und Zeichnungen zwischen Tradition und Abstraktion, die über ganz Europa und darüber hinaus zu sehen sind.

Datum29. Januar 2017 / Ort Linz / Fotos 9
Wie haben Sie Ihre Liebe zur Kunst entdeckt?
Als Kind hatte ich aus dem verfügbaren Material Holz aus der Umgebung Skulpturen gefertigt. Damals kannte ich das Wort Kunst noch nicht. Meine Entwicklung war nicht vorgezeichnet. Es gab aber auch keine Alternative – weder durch die Ausbildung noch seitens meines Interesses. Im Laufe meiner Entwicklung kam es zu dem Punkt, an dem ich heute stehe.

Alfred Haberpointner · Kopf

Holz ist kein einfaches Material, da es sehr viel Eigenleben hat.

Was schätzen Sie am Material Holz?
Mit dem Wort Eigenleben spreche ich die dynamische Struktur und Farbe an. Aber auch Aspekte der Natur fließen durch das Material in die Gestaltung mit ein. Aspekte, die ich schätze, sind die Konsistenz und Härte des Materials. Es ist möglich, Holz von Hand zu bearbeiten und eine entsprechende Raumtiefe zu erzielen. Es besteht auch die Möglichkeit, durch Bemalung entsprechende farbliche Abstraktion zu erzielen.

Welche Rolle spielt für Sie die Farbe rot in Ihren Arbeiten?
Ich sehe den Farbton generell als Mittelgewicht. Wobei weiß ein Leichtgewicht darstellt und schwarz das Schwergewicht ist. In den aktuellen Werken wird Farbe eingesetzt, um Objekte farblich zu abstrahieren und die Räumlichkeit zu unterstreichen.

Beschreiben Sie einen Tag in Ihrem Atelier.
Da es großen Zeitaufwand bedeutet die Arbeiten herzustellen, verbringe ich soviel Zeit wie möglich im Atelier.

Inspiration für meine Arbeit finde ich, wenn ich Ruhe und Raum habe.

 

Welche Umgebung inspiriert Sie zu neuen Ideen?
Es braucht Zeit, die unverplant und mit Gedanken sowie anderen Beschäftigungen freigelassen ist. Das kann im Kontext kultureller Veranstaltungen, auf Reisen, aber auch in der Natur sein.

Was möchten Sie unbedingt demnächst ausprobieren?
Es gibt eine Reihe von Ideen und Aufzeichnungen die ich gerne ausprobieren möchte. Vieles hängt von den Möglichkeiten ab, in Zusammenarbeit mit speziellen Werkstätten etwas zu realisieren.

Wo kommen Sie zur Ruhe?
Zur Ruhe komme ich in der Natur oder bei Wanderungen.

Bildrechte: vom Künstler erteilt

Vielen Dank, Alfred!

Weitere Arbeiten und Informationen zu seiner Biografie findest du auf der Website von Alfred Haberpointner. Darüber hinaus findest du unmittelbare Eindrücke von Messen und Ausstellungen überall auf der Welt hier.

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